Photovoltaik: Warum eine Standardlösung oft teurer wird als gedacht

Die Gründer von Sunvitec: Enrico Zink und Steffen Rieth

Was kostet eine Solaranlage wirklich – und wann zahlt sie sich nicht aus?

Viele Hausbesitzer und Unternehmer in Thüringen stellen sich dieselbe Frage: Reicht nicht einfach eine Standard-Photovoltaikanlage? Schließlich ist Standard doch günstig, oder? Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an – und meistens kommt man damit nicht weit. Die etwas längere Antwort liest du hier.

Was kostet eine Photovoltaikanlage? Richtwerte für Thüringen

Bevor wir zur eigentlichen Frage kommen: Ja, hier sind die Zahlen, die viele suchen.

Typische Marktpreise für Komplettanlagen inkl. Montage (Stand 2026):

  • 4–5 kWp (kleines Einfamilienhaus): ca. 8.000 – 10.500 €
  • 8–10 kWp (größeres Eigenheim): ca. 12.000 – 15.000 €
  • 10 kWp mit 10 kWh Speicher: ca. 18.000 – 22.000 €
  • Gewerbeanlagen ab ca. 30 kWp: individuell, je nach Verbrauchsprofil

Diese Zahlen stammen aus allgemeinen Marktübersichten und dienen nur zur groben Orientierung.

Aber hier kommt der entscheidende Punkt: Diese Zahlen sagen wenig bis nichts darüber aus, ob sich eine Anlage lohnt.

Eine 8.000-Euro-Anlage kann zu teuer sein – wenn sie am falschen Dach hängt, den Eigenverbrauch kaum trifft und nach zwei Jahren mehr Service kostet als sie spart. Eine 20.000-Euro-Anlage kann sich dagegen in wenigen Jahren amortisieren – wenn sie perfekt auf den Energieverbrauch abgestimmt ist, Strom erzeugt, wenn er gebraucht wird, und langfristig betreut wird.

Der Preis ist nicht die entscheidende Frage. Das Gesamtkonzept ist es.

Der Gedanke dahinter: Standard = günstig = gut?

Wer eine Solaranlage kauft wie ein Haushaltsgerät – Modell wählen, bestellen, fertig – wird schnell merken: Eine PV-Anlage, die nicht auf den tatsächlichen Energieverbrauch, das Gebäude und die individuellen Ziele abgestimmt ist, spart kaum etwas. Schlimmer noch: Sie kann sogar unnötige Kosten verursachen. Standard ist in diesem Fall nicht günstig – Standard ist am Kunden vorbei. Und was am Kunden vorbeigeht, ist nutzlos.

Enrico Zink, Geschäftsführer von Sunvitec aus Nauendorf, bringt es auf den Punkt: „Mit einer Standardlösung kommt man nicht wirklich weit.” Das Unternehmen wurde vor fünf Jahren gegründet – mit 17 Jahren Vorerfahrung in der Solarbranche im Gepäck – und hat seitdem bis zu 200 Anlagen pro Jahr installiert, in Thüringen und darüber hinaus.

5 Mythen über Photovoltaik – und was wirklich stimmt

Falsch. Dachausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude – all das beeinflusst den Ertrag erheblich. Eine Anlage, die in Erfurt auf einem Südwestdach perfekt funktioniert, kann auf einem Süddach in Jena deutlich weniger leisten. Ohne individuelle Planung verschenkt man bares Geld.

Einspeisevergütungen sind heute niedrig. Wer Eigenverbrauch maximiert, profitiert viel mehr. Gerade im Gewerbebereich – etwa für Unternehmen in Weimar, Gotha oder am Erfurter Kreuz – macht ein auf den Lastgang abgestimmter Batteriespeicher den entscheidenden Unterschied.

Im Gegenteil. Gewerbebetriebe mit hohem Tagesverbrauch profitieren besonders stark – weil sie den erzeugten Strom direkt selbst nutzen können, ohne ihn teuer einzukaufen. Sunvitec analysiert dabei konkret Be- und Entladekapazität und entwirft Konzepte rund um den tatsächlichen Verbrauch.

Ein gutes Unternehmen begleitet seine Kunden nicht nur bis zur Inbetriebnahme. Steffen Rieth von Sunvitec sagt klar: „Wir sagen nicht Tschüss, sobald die Module auf dem Dach sind. Wir begleiten unsere Kunden die kommenden 20 oder 30 Jahre.” Das bedeutet: Service, Wartung und Anpassung über die gesamte Laufzeit.

Kurze Wege bedeuten schnelleren Service und geringere Anfahrtskosten. Sunvitec setzt beim Kundendienst bewusst auf regionale Nähe – bei Privatanlagen wird der Radius noch enger gezogen als bei Großprojekten. Kunden aus Gotha, Weimar, Erfurt oder Ilmenau wissen das zu schätzen.

Was eine maßgeschneiderte Anlage wirklich ausmacht

Für Privathaushalte bedeutet maßgeschneidert: Die PV-Anlage wird mit einem passenden Wärmekonzept und einem Pufferspeicher kombiniert – je nach Gebäudesituation und Verbrauchsprofil. So fließt der erzeugte Strom nicht ungenutzt ins Netz, sondern heizt, wärmt Wasser und betreibt Haushaltsgeräte.

Für Gewerbebetriebe sieht das Konzept anders aus: Hier steht der Lastgang im Mittelpunkt. Wann verbraucht das Unternehmen wie viel Strom? Welche Maschinen laufen zu welchen Zeiten? Auf dieser Basis wird eine Anlage inkl. Batteriespeicher geplant, die den Eigenverbrauch maximiert und die Stromkosten spürbar senkt.

Dazu kommt das Rundum-Paket: Von der Planung über die Anmeldung beim Netzbetreiber bis zur vollständigen Dokumentation – alles aus einer Hand. Denn wie Enrico Zink erklärt: „Die Branche ist in steter Bewegung, was heute gilt, ist möglicherweise morgen schon wieder hinfällig – da ist es für Kunden schwer sich zurechtzufinden.”

Regional verwurzelt, zukunftsorientiert

Sunvitec ist in Nauendorf zu Hause – und Thüringen ist das Kerngebiet. Ob Erfurt, Weimar, Jena, Gotha, Ilmenau oder der Thüringer Wald: Das Team kennt die Region, die Gegebenheiten und die Kunden. Regionale Hersteller werden bevorzugt, wo es möglich ist.

Was das Unternehmen außerdem auszeichnet: der Blick über den Tellerrand. Mit der Beteiligung von Bickhardt Bau denken Zink und Rieth bereits an die Infrastruktur von morgen – PV-Anlagen an Tunneln, Solarstrom für Lüftungs- und Beleuchtungssysteme, Induktionsschleifen in Fahrbahnen. Thüringen als Standort für zukunftsweisende Energieprojekte.

Fazit: Die richtige Frage stellen

Nicht „Was ist die günstigste Anlage?” ist die entscheidende Frage – sondern: „Was ist die Anlage, die für mein Gebäude, meinen Verbrauch und meine Ziele den größten Nutzen bringt?”

Genau das beantwortet Sunvitec – individuell, regional und langfristig.

Mehr über die Philosophie von Sunvitec hat auch der Thüringer Bogen berichtet.